Felix Meiner Verlag Felix Meiner Verlag
LoginWarenkorbEmailDruckansicht
1911
    Felix Meiner
  • Gründung des Verlages am 1. April durch Dr. oec. publ. Felix Meiner (*25. März 1883) in Leipzig.
  • Grundstock ist die vom Verlag der Dürr´schen Buchhandlung übernommene, bereits 1868 von Julius Hermann von Kirchmann gegründete Philosophische Bibliothek, die aus rd. 130 Text- bzw. kleinen Erklärungsbänden besteht. Ferner werden vom Verlag Fritz Eckart mehrbändige Fichte-, Schelling- und Schleiermacher-Ausgaben erworben und fortgeführt.
  • Erste Pläne zu einer kritischen Hegel-Ausgabe unter der Herausgeberschaft von Georg Lasson. Die Zahl der vorgesehenen Bände wächst im Laufe der Zeit von 12 auf 15, 21, 24, 26, 29 und schließlich in der Ära Hoffmeister auf 35 (cf. 1952).
  • Platos "Theätet" erscheint in der Übersetzung von Otto Apelt.
  • Juristische Abteilung, z.B. Karl Binding "Die Normen und ihre Übertretung" und "Festschrift für Adolf Wach". Historische Abteilung, z.B. "Deutscher Geschichtskalender" (gegr. 1885, erloschen 1933). Mittelalterliche Geschichtswissenschaft, z.B. "Die Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit", deutsche Ausgabe der "Monumenta Germaniae Historica".
1912
  • Gründung der Zeitschrift "Hegel-Archiv", hrsg. von Georg Lasson (erloschen 1916).
1913
  • Nach dem Tod von Friedrich M. Schiele übernimmt Felix Meiner auch die Aufgaben des Herausgebers der Philosophischen Bibliothek.
1914
  • "Feldausgaben" der Philosophischen Bibliothek (bis Kriegsende); fortgeführt als "Taschenausgaben" (insgesamt 69 Hefte).
  • Gründung der "Zeitschrift für Rechtsphilosophie in Lehre und Praxis", unter Mitwirkung von Bruno Bauch, Paul Natorp u.a. (erloschen 1933).
  • Felix Meiner wird zum Heeresdienst herangezogen.
1918
  • Übernahme von Hans Vaihingers "Philosophie des Als-Ob".
1919
  • Gründung der Zeitschrift "Annalen der Philosophie unter besonderer Rücksicht auf die Probleme der Als-Ob-Betrachtung", hrsg. von Hans Vaihinger und Raymund Schmidt (cf. 1925).
  • Gründung der Zeitschrift "Grundwissenschaft", hrsg. von Johannes Rehmke (erloschen 1937).
1920
  • Peter Wust "Die Auferstehung der Metaphysik".
1921
  • Paul Natorp "Platons Ideenlehre" (2. A.) - Peter Petersens "Geschichte der aristotelischen Philosophie im protestantischen Deutschland".
1922
  • Beginn der Ausgabe "Franz Brentano, Gesammelte philosophische Schriften", hrsg. von Oskar Kraus und Alfred Kastil (insgesamt 22 Bände).
  • Max Scheler "Die transzendentale und psychologische Methode".
1923
  • Abschluß der deutschen Plato-Ausgabe von Otto Apelt mit einem Index-Band (erste Gesamtübersetzung nach Schleiermacher).
  • Beginn der Sammlung "Die Wissenschaft der Gegenwart in Selbstdarstellungen" mit der Reihe "Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen", hrsg. von Raymund Schmidt.
  • Bis 1929 stellen in 30 Bänden über 200 bedeutende Gelehrte des In- und Auslands (Philosophen, Juristen, Theologen, Mediziner, Kunstwissenschaftler, Pädagogen u.a.) ihre wissenschaftliche Entwicklung dar, unter ihnen Albert Schweitzer (cf. 1929), Sigmund Freud und Benedetto Croce (cf. 1975).
  • Bruno Bauch "Wahrheit, Wert und Wirklichkeit" - K.W. Clauberg und Walter Dubislav"Wörterbuch der Philosophie" - Jonas Cohn "Theorie der Dialektik" - Ottmar Dittrich"Geschichte der Ethik", 4 Bde. bis 1932 - Fritz Mauthner "Wörterbuch der Philosophie"(2.A.) - Eugen Rolfes "Die Philosophie des Aristoteles".
1924
  • Felix Meiner richtet anläßlich des Internationalen Philosophenkongresses in Neapel eine repräsentative deutsche Buchausstellung aus und gibt den "Philosophischen Handkatalog" heraus. Er zeichnet ferner als Delegierter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für die erste deutsche Auslandsbuchausstellung in Chicago verantwortlich.
  • Karl Vorländer "Immanuel Kant. Der Mann und das Werk" (2.A. 1978).
1925
  • Umbenennung der "Annalen ..." in "Annalen der Philosophie und philosophischen Kritik" (cf. 1930).
  • Gründung der Zeitschrift "Philosophie und Leben", hrsg. von August Messer (erloschen 1933).
1926
  • Neuherausgabe der "Kritik der reinen Vernunft" von Immanuel Kant durch Raymund Schmidt unter Berücksichtigung der Abweichungen der ersten und zweiten Auflage. Diese Edition wird ein Eckpfeiler der Philosophischen Bibliothek und bleibt maßgeblich für das Studium der Philosophie Kants. Neuherausgabe des Textes im Jahre 1998.
  • Bertrand Russell "Unser Wissen von der Außenwelt" und "Die Probleme der Philosophie".
1927
  • Nach einer Anregung von Ernst Cassirer und auf Betreiben von Raymond Klibansky sowie nach vorbereitenden Gesprächen Felix Meiners mit Ernst Hoffmann und Heinrich Rickert vom September stimmt die Heidelberger Akademie der Wissenschaften im Dezember dem Vorhaben einer kritischen Ausgabe "Nicolai de Cusa Opera Omnia" zu. Der mit der Philosophischen Bibliothek übernommene und weitergeführte Plan einer deutschen Ausgabe der Schriften von Nikolaus von Kues hatte dazu ebenfalls einen Anstoß gegeben. Die Edition, die sich "mit Rücksicht auf die Ungunst der Zeit" vorerst auf die philosophischen und staatstheoretischen Schriften beschränkt, soll bis zum Ende der dreißiger Jahre mit 14 Bänden abgeschlossen werden (cf. 1932).
  • Bertrand Russell "Die Analyse des Geistes".
1928
  • J. Benrubi "Philosophische Strömungen der Gegenwart in Frankreich" - Rudolf Carnap "Der logische Aufbau der Welt" - Julius Stenzel "Plato der Erzieher".
1929
  • Die "Selbstdarstellung" Albert Schweitzers (cf. 1923), die auf seinen ausdrücklichen Wunsch in der Reihe "Philosophie" erscheint und aus der 1932 seine Autobiographie "Aus meinem Leben und Denken" hervorgeht, erreicht als Sonderausgabe innerhalb weniger Monate eine Auflage von 25.000 Exemplaren (cf. 1959).
  • Johannes Rehmke "Philosophie als Grundwissenschaft" (2. A.) - Karl Vorländer "Karl Marx - Sein Leben und sein Werk".
1930
  • Beginn der Ausgabe "Plotins Schriften in chronologischer Anordnung", hrsg. von Richard Harder (cf. 1956).
  • Umgründung der "Annalen..." in "Erkenntnis. Zugleich Annalen der Philosophie", hrsg. von Rudolf Carnap und Hans Reichenbach (cf. 1938).
  • Theodor Lessing "Europa und Asien - Der Untergang der Erde am Geist".
1931
  • Hans-Georg Gadamer "Platos dialektische Ethik" - Hans Leisegang "Lessings Weltanschauung" - Hans Reichenbach "Ziele und Wege der heutigen Naturphilosophie".
1932
  • Johannes Hoffmeister übernimmt neben dem Herausgeber Georg Lasson editorische Aufgaben im Rahmen der kritischen Hegel-Ausgabe in der Philosophischen Bibliothek. Es erscheint die "Jenenser Realphilosophie". - Tod Lassons.
  • Erste Bände von "Nicolai de Cusa Opera Omnia": "Apologia doctae ignorantiae", hrsg. von Raymond Klibansky und "De docta ignorantia", hrsg. von Ernst Hoffmann und Raymond Klibansky. Die Ausstattung der Ausgabe wird von Jakob Hegner besorgt.
  • Hans Leisegang "Goethes Denken" - Albert Schweitzer "Aus meinem Leben und Denken" - Helmut Thielicke " Das Verhältnis zwischen dem Ethischen und dem Ästhetischen".
1933
  • Infolge stark rückläufigen Absatzes philosophischer Literatur verstärkter Ausbau der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung, z.B. "Schriften zur Volkswirtschaftslehre", "Praxis der Versicherungswirtschaft", "Veröffentlichungen der Schmalenbach-Gesellschaft" u.a.
1934
  • Von der unter der Schirmherrschaft des römischen Dominikanerinstituts Sancta Sabina stehenden Ausgabe der "Magistri Eckardi opera latina" erscheint das von dem Initiator der Edition Raymond Klibansky herausgegebene Heft I "Super oratione dominica".
1935
  • Arnold Gehlen "Der Staat und die Philosophie" - Albert Grote "Die Funktion der Copula" - Theodor Litt "Philosophie und Zeitgeist" - Rudolf Metz "Die philosophischen Strömungen der Gegenwart in Großbritannien".
1936
  • Die "Quaestiones parisienses" (Magistri Eckardi opera latina, Heft XIII), hrsg. von AntoniusDondaine , erscheinen als das letzte Heft dieser Ausgabe (insges. 3 Hefte), die aus politischen Gründen an einen Schweizer Verlag abgegeben werden muß. Gleichzeitig wird eine weitere Eckard-Ausgabe mit Unterstützung durch die "Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft" in einem anderen Verlag begonnen.
  • Heft 1 der "Schriften des Nikolaus von Kues in deutscher Übersetzung" (Der Laie über die Wahrheit) erscheint. Bis 1999 liegen 22 Hefte vor.
  • Alois Wenzl "Wissenschaft und Weltanschauung".
  • Zwangsweise Abgabe der Zeitschrift "Erkenntnis" an einen holländischen Verlag (cf. 1975).
1943
  • Vollständige Zerstörung des Verlages durch Bombenangriff auf Leipzig am 3./4. Dezember.
1944
  • Johannes Hoffmeister "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" (cf. 1998).
1947
  • Verlagslizenz durch die sowjetische Militärregierung am 8. Februar.
1948
    Richard Meiner
  • Richard Meiner (*8. April 1918) erhält in Hamburg die Lizenz für den Richard Meiner Verlag, der sich in enger Zusammenarbeit mit dem Felix Meiner Verlag in den folgenden Jahren neben der Philosophie hauptsächlich den Fachgebieten Psychologie, Literaturwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und dem Werk Albert Schweitzers widmet.
  • Gründung der "Neue(n) Philosophische(n) Bibliothek" in Hamburg mit Band 1: Maurice Joly "Gespräche in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquieu", übersetzt von Hans Leisegang.
  • Auslieferung eines für den Wiederaufbau des Verlages wesentlichen Lehrbuches "Lehner, Der Straßenbahnfahrmeister", das in großer Stückzahl an Verkehrsbetriebe in Hamburg und Hannover geliefert wird.
1949
  • Der erste Band von Karl Vorländer "Geschichte der Philosophie" erscheint in neuer Bearbeitung von Erwin Metzke.
  • Erste Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse.
1951
  • Politische und wirtschaftliche Gründe zwingen Felix Meiner zur Flucht aus Leipzig (Druckgenehmigungen werden verweigert, erlittene Kriegsschäden müssen als Einkommen versteuert werden).
  • Neugründung des Felix Meiner Verlages in Hamburg am 1. Oktober.
  • 18 lieferbare Bände in der "Philosophischen Bibliothek".
1952
  • Liquidation des Leipziger Verlages.
  • Ankündigung der "Neue(n) Kritische(n) Hegel-Ausgabe in 32 Bänden", (1955 erweitert auf 35 Bände), hrsg. von Johannes Hoffmeister, die jetzt im ganzen chronologisch aufgebaut und durch Einbeziehung von Briefwechsel, Schul- und Universitätsakten sowie Lebensdokumenten erweitert werden soll. Beabsichtigt ist, nicht nur differierende Auflagen der Druckwerke zu berücksichtigen, sondern auch die großen Vorlesungen Hegels in ihrer Entwicklung zu dokumentieren. (cf. 1932).
  • Erster Band der "Briefe von und an Hegel" (abgeschlossen 1960; 4 Bde.).
1953
  • Felix Meiner erhält die Ehrendoktorwürde (Dr. phil.) der Universität Hamburg und das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Zu seinem siebzigsten Geburtstag schreibt DIE ZEIT (Nr. 12) am 19. März:
    "Welche praktische Bedeutung das Lebenswerk eines tätigen Menschen hat, erkennt man am besten, wenn man es sich einmal — hypothetisch natürlich nur — wegdenkt. Denkt man sich etwa, Felix Meiner hätte nicht Im Jahre 1911 in Leipzig einen Verlag gegründet, so wäre es um die Möglichkeiten philosophischen Studiums in Deutschland sehr schlecht bestellt. Denn was fingen Professoren, Studenten und Freunde der Philosophie ohne die klassischen Texte der "Philosophischen Bibliothek" an, ohne die mustergültigen, einzeln käuflichen Bände der Gesamtausgaben von Kant, von Hegel, von Plato in Otto Apelts, von Plotin in Richard Harders Übersetzung ohne die Auswahlausgaben von Aristoteles, Descartes, Spinoza, Leibniz, Fichte und so vieler anderer Denker? Dies alles einzurichten, über zwei Kriege und Nachkriegszeiten durchzustehen und dabei immer die Person hinter die große Sache zurückzustellen, immer das Wirtschaftliche in das Geistige einzuordnen, nicht umgekehrt — das erforderte ein ganz ungewöhnliches Maß von reiner Vernunft, von praktischer Vernunft und von Urteilskraft. Felix Meiner hat nie für sich selbst das Licht der Publizität gesucht. In stiller, zäher Arbeit hat er die schweren Rückschläge — Bombenangriffe 1943—1945, dann sowjetisches Regime bis 1950 — wieder aufgefangen und die zwei großen Unternehmungen der letzten Jahre weitergeführt: die neue kritische Hegel Ausgabe und die erste Gesamtausgabe der Werke des Nicolaus Cusanus. Ihm dankt an seinem siebzigsten Geburtstag (23. März) jeder, den an dem Überleben philosophischen Geistes gelegen ist."
1954
  • Verleihung des Friedensnobelpreises an den Freund und Autor Albert Schweitzer in Oslo.
1955
  • Johannes Hoffmeister stirbt im Oktober. In den folgenden Jahren Konzeption der historisch-kritischen Ausgabe Ausgabe "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke" durch Friedhelm Nicolin und Otto Pöggeler. Gründung des Hegel-Archivs in Bonn, später Bochum.
1956
  • Neuausgabe von "Plotins Schriften", 12 Bände, griech.-deutsch. Bd. I hrsg. von Richard Harder, fortgeführt ab Bd. II von Rudolf Beutler und Willy Theiler (abgeschlossen 1971; cf. 1930).
1957
  • Herbert W. Schneider "Geschichte der amerikanischen Philosophie".
  • Erneuerung des Doktorgrades für Felix Meiner durch die Staatswirtschaftliche Fakultät der Universität München.
1958
    Felix Meiner
  • Paul Natorp "Philosophische Systhematik".
  • Felix Meiner erhält das Große Bundesverdienstkreuz.
1959
  • Letzter Besuch Albert Schweitzers in Hamburg. 100.000 Exemplare der "Volksausgabe" von "Aus meinem Leben und Denken" verkauft.
  • Mit Erscheinen von "Nicolai de Cusa Opera Omnia" Vol. II "De pace fidei" dokumentiert sich der Neubeginn der durch Emigration unterbrochenen Zusammenarbeit mit Raymond Klibansky und die Fortführung der Ausgabe.
  • Gotthard Günther "Idee und Grundriß einer nicht-Aristotelischen Logik".
1960
  • 98 lieferbare Bände der Philosophischen Bibliothek.
1964
  • Richard Meiner übernimmt die Verlagsleitung. Zusammenlegung der Verlage Richard und Felix Meiner.
1965
  • Felix Meiner stirbt am 26. Juli in seinem dreiundachtzigsten Lebensjahr.
1968
  • 100 Jahre Philosophische Bibliothek am 1. Oktober. Festansprache von Carl Friedrich von Weizsäcker über "Die Rolle der Tradition in der Philosophie".
  • 116 lieferbare Bände in der Philosophischen Bibliothek.
  • Erster Band der historisch-kritischen Ausgabe von "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke" (Bd. 4 "Jenaer-Kritische Schriften", hrsg. von Hartmut Buchner und Otto Pöggeler), die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft herausgegeben wird (cf. 1972). Geplant ist, in der ersten Abteilung der jetzt auf rd. 40 Bände veranschlagten Gesamtausgabe die von Hegel selbst publizierten Texte sowie Arbeiten und Fragmente vorzulegen, die nur im Manuskript überliefert sind. Die zweite Abteilung soll Hegels große Vorlesungen nach den Nachschriften, die dritte Briefe und Aktenstücke bringen.
  • Besuch des Jahreskongresses der American Philosophical Association in den USA; seitdem jährliche Beteiligung.
1969
  • Beginn der Ausgabe "Gottlob Frege, Nachgelassene Schriften und Wissenschaftlicher Briefwechsel", hrsg. von Hans Hermes, Friedrich Kambartel und Friedrich Kaulbach. Erster Band: "Nachgelassene Schriften" (2. A. 1983).
1970
  • Beginn der Ausgabe "Leonard Nelson, Gesammelte Schriften in neun Bänden", hrsg. von Paul Bernays u.a. (abgeschlossen 1977).
  • Erweiterung der "Opera Omnia" des Nikolaus von Kues um die Predigten (Sermones), die in 4 Bänden zu jeweils mehreren Faszikeln vorgelegt werden sollen. Es erscheinen die "Sermones I, 1-4" (h XVI/1).
  • Aufnahme enger Beziehungen zu japanischen Universitäten, Bibliotheken und Buchhandlungen durch regelmäßige Besuchsreisen.
1971
  • Übernahme der Zeitschrift "Ratio", hrsg. von S. Körner (eingestellt 1987).
  • 125 lieferbare Bände der Philosophischen Bibliothek.
1972
  • Die Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften, Düsseldorf, übernimmt die Herausgabe von "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke".
1975
  • Neugründung der Zeitschrift "Erkenntnis - an international Journal of analytical Philosophy", hrsg. von Carl G. Hempel, Wolfgang Stegmüller und Wilhelm K. Essler im Gemeinschaftsverlag mit D. Reidel, Dordrecht, später Kluwer Academic Publishers.
  • Wiederaufnahme der "Selbstdarstellungen" mit "Philosophie in Selbstdarstellungen" (bisher 3 Bde.) und "Pädagogik in Selbstdarstellungen" (4 Bde.), hrsg. von Ludwig J. Pongratz (cf. 1923).
1976
  • Ergänzung der Brentano-Ausgabe im Rahmen der Philosophischen Bibliothek durch Übernahme der im Verlag Francke, Bern, erschienenen Bände.
  • 1. Lieferung der "Acta Cusana - Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues", im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften hrsg. von Erich Meuthen und Hermann Hallauer (Verlagsankündigung: "Nach jahrzehntelangen Vorarbeiten beginnt zu erscheinen"). Diese Sammlung stellt in chronologischer Folge alle Zeitdokumente zusammen, in denen Nikolaus von Kues (1401 - 1464) selbst oder in der Äußerung auftritt. (2. Lieferung 1983, 3. Lieferung 1996).
  • Dietrich von Freiberg Opera Omnia, Tomus I "Schriften zur Intellekttheorie" (abgeschlossen 1985; 4 Bde.).
  • Gottlob Frege "Nachgelassene Schriften...", Zweiter Band "Wissenschaftlicher Briefwechsel".
  • Persönliche Teilnahme an den Internationalen Buchmessen in Warschau und Moskau.
1979
  • Beginn der Arbeiten an einer vollständigen, autoptisch-diplomatischen Bibliographie der Philosophischen Bibliothek, hrsg. von Rainer Bast (cf. 1991).
  • Persönliche Teilnahme an repräsentativen Buchausstellungen in Buenos Aires und Peking.
1980
  • Die philosophischen Schriften von Gotthard Günther (Autor des Verlages seit 1933) liegen vor (5 Bde.).
  • Beginn der Vorarbeiten an "Pragmatik - Handbuch pragmatischen Denkens", hrsg. von Herbert Stachowiak (cf. 1994).
1981
    Manfred Meiner
  • Manfred Meiner (*6. Januar 1952) wird neben Richard Meiner geschäftsführender Gesellschafter.
  • Gründung der Reihe "Schriften zur Transzendentalphilosophie", hrsg. von Gerhard Funke, Klaus Hammacher und Reinhard Lauth.
  • 196 lieferbare Bände in der Philosophischen Bibliothek.
1982
  • Gründung der vom Verlag hrsg. Reihe "Paradeigmata - Innovative Beiträge zur philosophischen Forschung".
1983
    Richard Meiner
  • Festschrift für Richard Meiner zum 65. Geburtstag "Ceterum censeo... Bemerkungen zu Aufgabe und Tätigkeit eines wissenschaftlichen Verlegers".
  • Gründung des "Corpus philosophorum Teutonicorum Medii Aevi", unter der Mitwirkung zahlreicher Gelehrter des In- und Auslandes herausgegeben von Kurt Flasch und Loris Sturlese, ausgelöst durch die Edition der Werke des Dietrich von Freiberg (cf. 1976). In 32 Bänden sollen mit der Edition der Schriften von Ulrich von Straßburg, Dietrich von Freiberg, Johannes Picardi von Lichtenberg, Heinrich von Lübeck, Nikolaus von Straßburg und Berthold von Moosburg die Anfänge der Philosophie in Deutschland zwischen 1250 und 1350 dokumentiert werden.
  • Gründung der Reihe "G.W.F. Hegel, Vorlesungen - Ausgewählte Nachschriften und Manuskripte", hrsg. von den Mitarbeitern des Hegel-Archivs, Bochum. Vorgesehen sind zunächst 10 Bände mit exemplarischen Nachschriften und bedeutsamen Manuskriptfragmenten, die - mit Hilfe kritischer Editionsverfahren präsentiert - einzelne Entwicklungsstadien der Hegelschen Vorlesungen deutlich werden lassen. Die Ausgaben sollen dazu beitragen, eine historisch-kritische Edition des ganzen Vorlesungskorpus im Rahmen der "Gesammelten Werke" zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen.
  • Übernahme der Reihe "Studien zum Achtzehnten Jahrhundert", hrsg. von der "Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts".
1984
  • Erste Vorklärungen zu einer historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke Franz Brentanos.
  • Mit "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke", Bd. 21, hrsg. von Friedrich Hogemann und Walter Jaeschke, liegt die Ausgabe der "Wissenschaft der Logik" in 3 Bänden vollständig vor. Von der historisch-kritischen Ausgabe der Werke Hegels sind damit insgesamt 8 Bde. lieferbar.
  • Anläßlich einer Besuchsreise von Manfred Meiner Gespräche mit Mitgliedern der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften in Peking, wo an einer Übersetzung von "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke" gearbeitet wird. Pläne zu einer Textsammlung klassischer chinesischer Philosophie (cf. 1996).
1985
  • Gründung der Zeitschrift "Aufklärung - Interdisziplinäre Halbjahresschrift für die Erforschung des 18. Jahrhunderts und seiner Wirkungsgeschichte", in Verbindung mit der "Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts" hrsg. von Günter Birtsch, Karl Eibl, Norbert Hinske und Rudolf Vierhaus.
  • Hegels "Vorlesungen über die Philosophie der Religion", hrsg. von Walter Jaeschke, liegen innerhalb der Reihe "G.W.F. Hegel, Vorlesungen" in kritischer Neuedition (3 Bände) vor.
  • Erste Vorklärungen zu einer historisch-kritischen Edition der Werke Friedrich Heinrich Jacobis (cf. 1998) und zur Herausgabe der bislang unveröffentlichten Tagebücher (1809-1854) Friedrich Wilhelm Joseph Schellings (cf. 1994).
1986
  • Zu Jahresanfang erscheint der erste Band von "Pragmatik - Handbuch pragmatischen Denkens", hrsg. von Herbert Stachowiak, "Pragmatisches Denken von den Ursprüngen bis zum 18. Jahrhundert" (cf. 1994).
  • Innerhalb von "Nicolai de Cusa Opera Omnia" wird im Januar die "Cibratio Alkorani" (Sichtung des Korans), hrsg. von Ludwig Hagemann, in kritischer Erstausgabe veröffentlicht.
  • Festveranstaltung am 16. April anläßlich des 75-jährigen Bestehens des Verlages mit Ansprachen u.a. von Klaus von Dohnanyi, Reinhard Lauth und Rainer Specht.
  • Jubiläumsausgaben von Fichtes "Wissenschaftslehre 1804", Hegels "Phänomenologie des Geistes", Kants "Kritik der reinen Vernunft" sowie Karl Vorländers Kant-Biographie.
1987
  • Gründung der Reihe "Kant-Forschungen", hrsg. von Reinhard Brandt und Werner Stark.
  • In der Philosophischen Bibliothek erscheint als erster Text aus dem Arabischen al-Ghazalis "Nische der Lichter".
  • Manfred Meiner wird Mehrheitsgesellschafter.
1988
  • Außerordentlich erfolgreicher Nachdruck von "Platon: Sämtliche Dialoge" in der Übersetzung von Otto Apelt als preisgünstige Taschenbuchausgabe.
  • Hegels "Phänomenologie des Geistes" erscheint als Studienausgabe auf der Grundlage der historisch-kritischen Edition.
1989
  • Richard Meiner erhält das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
  • Im September wird die neue Umschlaggestaltung der Philosophischen Bibliothek mit der Auslieferung von sechs Neuerscheinungen vorgestellt. Den Entwurf lieferte der Graphiker Jens Peter Mardersteig, der gleichzeitig ein neues Verlagssignet entwarf.
1990
  • "Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften", hrsg. von Hans Jörg Sandkühler (4 Bde.).
  • Beginn eines auf 8 Bände angelegten Handbuches "Philosophisch-literarische Streitsachen", hrsg. von Walter Jaeschke (abgeschlossen 1995).
  • Erwerb des Verlagshauses in der Richardstraße 47.
1991
  • Rainer A. Bast "Die Philosophische Bibliothek. Geschichte und Bibliographie einer philosophischen Textreihe seit 1868".
  • 304 lieferbare Bände in der Philosophischen Bibliothek.
  • Gründung der "Enzyklopädischen Zeitschrift für Philosophie und Wissenschaften" DIALEKTIK, hrsg. von Hans Jörg Sandkühler u.a.
1992
  • Zum 1. Januar werden alle Geschäftsanteile an der Helmut Buske Verlag GmbH, Hamburg erworben. Die Geschäftsführung dieses sprachwissenschaftlich orientierten und auf Lehr- und Wörterbücher zu fremden Sprachen (von Albanisch bis Vietnamesisch) spezialisierten Verlages übernimmt Manfred Meiner.
  • Edmund Husserl "Gesammelte Schriften" in 8 Bänden und mit einem Zusatzband "Husserls Werk", herausgegeben von Elisabeth Ströker.
1993
  • Anläßlich des 125-jährigen Bestehens der Philosophischen Bibliothek erscheint die Bibliographie von Rainer A. Bast (cf. 1991) in einer Sonderausgabe - Stiftung aller lieferbaren Bände der Reihe an die Leipziger Universitätsbibliothek.
  • Ausstellung "125 Jahre Philosophische Bibliothek" in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (18.10. bis 4.12.)
  • Jubiläumsausgaben von "Kant, Die Drei Kritiken", "Platon, Sämtliche Dialoge", "Seneca, Philosophische Schriften".
  • Beginn der Ausgabe "Dante Alighieri: Philosophische Werke", hrsg. unter Leitung von Ruedi Imbach (4 Bände in 7 Teilen).
1994
  • Nach rund zehnjähriger Vorbereitungszeit erscheint der erste Band der Edition "F.W.J. Schelling, Philosophische Entwürfe und Tagebücher", aus dem Berliner Nachlaß herausgegeben von H.J. Sandkühler mit L. Knatz und M. Schraven.
  • Mit Band V wird das "Handbuch pragmatischen Denkens" abgeschlossen.
  • Mit Josef Pieper wird die Herausgabe seiner "Werke in acht Bänden", hrsg. von Berthold Wald, vereinbart.
1995
  • Zum 50. Todestag von Ernst Cassirer erscheint am 13. April der erste Band der auf 20 Bände angelegten Nachlaßausgabe, hrsg. von Klaus Christian Köhnke, John Michael Krois und Oswald Schwemmer. Die Vorplanungen dazu reichen zurück bis in die Mitte der 80er Jahre.
  • Im Frühjahr erscheint als erstes Band 3 "Schriften zum Philosophiebegriff" von "Josef Pieper: Werke in acht Bänden".
  • Gründung der Reihe "Cassirer-Forschungen".
1996
  • In der Philosophischen Bibliothek erscheint die erste Textausgabe eines chinesischen Autors "Chang Tsai: Rechtes Auflichten (Cheng-meng)", hrsg. von Michael Friedrich u.a.
  • Gründung der Reihe "Hegel-Deutungen" mit Friedhelm Nicolins "Auf Hegels Spuren".
  • Seit dem 1. März ist das Programm des Verlages auf einer eigenen Homepage im Internet einsehbar (www.meiner.de).
1997
  • Nach fast zehnjähriger Vorbereitungszeit erscheint als Band 1 von "G.W. Leibniz, Philosophischer Briefwechsel" in französisch-deutscher Edition der Briefwechsel mit Antoine Arnauld, hrsg. von Reinhard Finster.
  • Nach knapp 80 Jahren wird die Standardausgabe des aristotelischen Organon von Eugen Rolfes durch eine vollständige, zweisprachige Neuausgabe in drei Bänden, übersetzt von Hans Günter Zekl, abgelöst.
1998
  • Anläßlich seines 80. Geburtstages zieht sich Richard Meiner aus der Geschäftsleitung des Verlages zurück. Mehrheitsgesellschafter und einziger Geschäftsführer bleibt Manfred Meiner.
  • Im Gemeinschaftsverlag mit Frommann-Holzboog (Stuttgart-Bad Canstatt) erscheint der erste Band der historisch-kritischen Edition "F.H. Jacobi: Werke", hrsg. von Klaus Hammacher und Walter Jaeschke.
  • Kants "Kritik der reinen Vernunft" erscheint in neuer Bearbeitung.
  • Das "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" wird von Arnim Regenbogen und Uwe Meyer als Band 500 der Philosophischen Bibliothek vollständig neu herausgegeben.
  • Im Sommer wird die in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg, der Aby-Warburg- Stiftung, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft ins Leben gerufene "Hamburger Ausgabe" der Gesammelten Werke Ernst Cassirers, die 25 Bände umfassen soll, der Öffentlichkeit vorgestellt. Band 1 "Leibniz´ System" erscheint Ende des Jahres. Als Herausgeberin zeichnet Birgit Recki.
1999
  • Manfred Meiner wird Mitglied im Vorstand des "Börsenvereins des Deutschen Buchhandels".
  • Im März des Jahres beteiligt sich der Verlag erstmals wieder mit einem eigenen Stand an der Leipziger Buchmesse.
  • Zur Frankfurter Buchmesse erscheinen im Oktober u.a. eine 6-bändige Sonderausgabe der "Hauptwerke" von G.W.F. Hegel (auf der Grundlage der Akademieausgabe) sowie die gänzlich neu erarbeitete "Enzyklopädie Philosophie" (hrsg. von H.J. Sandkühler).
  • Vom Bouvier-Verlag (Bonn) werden die Zeitschriften "Hegel-Studien", "Archiv für Begriffsgeschichte" und die "Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft" übernommen.
2000
  • Gründung der Reihe Topos Poietikos, die Arbeiten auf der "imaginären" Grenzlinie zwischen Philosophie und Literatur- bzw. Sprachwissenschaft zu ihrem Gegenstand machen wird.
  • Mit Erscheinen der vierten Lieferung (Register) liegt der erste Teilband der "Acta Cusana" (cf. 1976) vollständig vor.
  • Die "Hamburger Ausgabe" der Werke von Ernst Cassirer (cf. 1998) kommt zügig voran; es erscheinen die Bände 4, 5 und 6.
  • Manfred Meiner wird in den Beirat der Deutschen Bibliothek berufen.
  • Im November öffnet die Galerie MF Meiner mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Malerei in dem für Ausstellungszwecke umgebauten Hofgebäude auf dem Grundstück des Verlages ihre Pforten.
2001
  • Die "Phänomenologischen Forschungen", hrsg. von Ernst-Wolfgang Orth und Karl-Heinz Lembeck, wechseln vom Karl Alber Verlag, Freiburg, zu Felix Meiner.
  • Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius bewilligt die weitere Förderung der editorischen Arbeiten an der "Hamburger Ausgabe" der Werke von Ernst Cassirer; es erscheinen die Bände 7, 8, 9, 10 und 11.
  • Rechtzeitig zum 600. Geburtstag von Nikolaus von Kues erscheinen vier weitere Faszikel der "Opera omnia".
  • In der Akademieausgabe der Gesammelten Werke von G.W.F. Hegel erscheinen die Bände 13 und 16.
  • Gründung der Reihe "System der Vernunft - Kant und der deutsche Idealismus", hrsg. von W.G. Jacobs, H.-D. Klein und J. Stolzenberg mit Band 1: "Architektonik und System in der Philosophie Kants".
  • Die Galerie MF Meiner zeigt in vier Einzelausstellungen Werke von Christian Hauer, Roland Helmus, Lucio Orlando und Pavel Richtr.
  • Manfred Meiner wird erneut in den Vorstand des "Börsenvereins des deutschen Buchhandels" gewählt.
2002
  • Ehrung mit der "Programmprämie für Verlage" der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.
  • Die "Hamburger Ausgabe" der Werke von Ernst Cassirer ist zur Hälfte fertiggestellt und feiert "Bergfest" mit einem Festakt im Warburg-Haus. Es erscheinen die Bände 12,13 und 14 sowie eine CD-ROM mit dem Textbestand der Bände 1-13.
  • Die "Enzyklopädie Philosophie" gibt es nun auch in elektronischer Form auf CD-ROM. (cf. 1999)
  • Eine kompakte zweisprachige Ausgabe "Nikolaus von Kues: Philosophisch-theologische Werke" erscheint in einer besonders preisgünstigen Kassette (vier Bände).
  • Manfred Meiner beendet seine Tätigkeit für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels und wendet sich erfreulicheren Aufgaben zu. - Die Deutsche Forschungsgemeinschaft erklärt den Verlagsausschuß, dem Manfred Meiner seit 1996 angehörte, trotz erheblichen öffentlichen Protestes für aufgelöst.
  • Mit Erscheinen von Band 35 wechselt die Herausgeberschaft der "Hegel-Studien". Auf Friedhelm Nicolin und Otto Pöggeler folgen Walter Jaeschke und Ludwig Siep.
2003
  • Richard Meiner stirbt am 8. Juni in seinem sechsundachtzigsten Lebensjahr.
2004
  • Anlässlich des 200. Todestages von Immanuel Kant erscheint eine besonders preisgünstige Sonderausgabe der "Drei Kritiken".
  • Beginnend mit Band 47 (2005) übernehmen Christian Bermes, Ulrich Dierse und Christof Rapp die Herausgeberschaft vom "Archiv für Begriffsgeschichte". Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz) zieht sich aus dem Unternehmen zurück.
  • Zum 31.12.2004 erklärt die Heidelberger Akademie der Wissenschaften die historisch-kritische Ausgabe von "Nicolai de Cusa opera omnia" für abgeschlossen und stellt die Finanzierung der Arbeitsstellen der Edition in Köln und Trier ein. Die bislang noch nicht fertiggestellten Bände sollen gleichwohl im Laufe der nächsten Jahre erscheinen.
2005
  • Erstmals erscheinen Texte von al-Farabi, Emmanuel Levinas, Karl Marx und Paul Ricoeur in der "Philosophischen Bibliothek"; die Reihe zählt jetzt weit mehr als 300 lieferbare Bände.
  • Descartes´ umfassendster Entwurf seiner Philosophie, die "Principia", werden nach jahrzehntelangen Bemühungen um eine Neuausgabe nunmehr zweisprachig und in vollständiger Neuübersetzung vorgelegt (PhB 566).
2006
  • Die Website des Felix Meiner Verlages wird vollständig neu überarbeitet und um eine Datenbank mit Shopfunktion erweitert.
  • Nach jahrelangen Vorarbeiten, erste Ankündigung der italienisch-deutschen Ausgabe "Giordano Bruno, Werke" in sieben Bänden, herausgeben von Thomas Leinkauf. Die Edition umfasst in chronologischer Reihenfolge zunächst alle sieben, der Naturphilosophie und Erkenntnislehre, der Ethik, Religion und Politik gewidmeten Schriften Brunos aus den Jahren 1582 bis 1585.
  • Die "ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius" ermöglicht auf Betreiben des Verlages im Anschluss an die Förderung der editorischen Arbeiten für die Cassirer-Werke-Ausgabe die Bearbeitung einer Auswahl aus dem Briefwechsel. Geplanter Erscheinungstermin: 2008.
  • In der "Philosophischen Bibliothek" erscheinen völlig neu erarbeitete Studienausgaben folgender Autoren: Abaelard, Albertus Magnus, Augustinus, Bayle, Eduard von Hartmann, Leibniz, Mendelssohn, Mill, Pascal, Wolff sowie erstmals eine Textsammlung "Wiener Kreis".
  • Die Reihe preisgünstiger, limitierter Sonderausgaben mit Texten aus der "Philosophischen Bibliothek" wird fortgesetzt mit "Baruch de Spinoza: Werke in drei Bänden" (rd. 1.450 Seiten, Euro 29,95).
  • Der Verlag beteiligt sich mit nahezu seinem gesamten Programm an dem Projekt "Google Buchsuche" und ermöglicht damit eine bessere Auffindbarkeit bzw. umfassende Recherchen zu seinen Titeln im Internet.
2007
  • Neben der "grünen Reihe", der allbekannten "Philosophischen Bibliothek", erscheinen die ersten Bände einer neuen "blauen Reihe": profunde philosophische Texte heutiger Autoren (z.B. von Pierre Aubenque, Reinhard Brandt, Thomas Buchheim und Stephan Otto) zu bedeutenden Fragestellungen, Themen oder Prozessen im Kontext aktueller Debatten. Mit diesen Büchern zielt der Verlag auf ein Publikum auch außerhalb des Benutzerkreises von wissenschaftlichen Bibliotheken, was nicht zuletzt an den günstigen Ladenpreisen deutlich wird.
  • Aus der Zeitschrift "Dialektik" (cf. 1991) wird mit völlig neuem Konzept die "Zeitschrift für Kulturphilosophie", herausgegeben von Ralf Konersmann, John Michael Krois und Dirk Westerkamp.
  • Mit dem Text "Über die Beredsamkeit in der Volkssprache" findet die Ausgabe "Dante Alighiere: Philosophische Werke" ihren glücklichen Abschluss (cf. 1993).
  • Im Oktober erscheinen die die Textedition abschließenden Bände 24 und 25 der "Hamburger Ausgabe" der Werke von Ernst Cassirer (cf. 1998).
  • Da keine realistische Chance auf einen Abschluss des Projektes mehr gegeben ist, stellt der Verlag die Edition "F.W.J. Schelling: Philosophische Entwürfe und Tagebücher" zum 31. Dezember ein, nachdem lediglich vier Bände vorgelegt werden konnten (cf. 1994).
  • Wolfgang Kluxen stirbt am 12. Mai, Friedhelm Nicolin am 7. November. Verlag und Familie Meiner trauern um zwei grosse Gelehrte und Freunde des Hauses, die u.a. maßgeblich die historisch-kritische Ausgabe der Werke von G.W.F. Hegel befördert haben.
2008
  • Unter der bewährten Herausgeberschaft von Berthold Wald erscheint der die Edition "Josef Pieper Werke" abschließende Band 8.2. incl. einer CD-ROM sämtlicher Texte der Gesamt-Ausgabe (cf. 1995)
  • Horst D. Brandt ist seit dreißig Jahren als Lektor für den Verlag tätig.
  • Die ersten 30 Titel aus dem aktuellen Verlagsprogramm werden in einer elektronischen Version als eBook verfügbar gemacht. Dazu gehören aus der "Philosophischen Bibliothek" z.B. Texte von Augustinus, Baumgarten, Bayle, Cassirer, Descartes, Kant, Leibniz, Merleau-Ponty, Ricoeur, Schelling und Spinoza sowie das "Wörterbuch der philosophischen Begriffe".
  • Im August erscheint erstmals das "Deutsche Jahrbuch Philosophie" (hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Philosophie) mit dem von Peter Janich herausgegebenen Band "Naturalismus und Menschenbild" (Beiträge u.a. von Carl Friedrich Gethmann und Jürgen Habermas).
  • Mit "Erkenntnis und Interesse" von Jürgen Habermas erscheint in der "Philosophischen Bibliothek" (Band 589) erstmals das Werk eines noch lebenden Philosophen.
  • Nach den Druckschriften und Manuskripten, die die Bände 1 - 22 der Akademieausgabe der "Gesammelten Werke" Hegels ausmachen (cf. 1968), erscheint der erste Band der "zweiten Abteilung", die den Vorlesungen gewidmet sein wird (Band 25.1: Vorlesungen über die Philosophie des subjektiven Geistes. Teilband 1. Nachschriften zu den Kollegien der Jahre 1822 und 1825).
2009
  • Herr Hans Frieden bereist im Auftrag des Verlages künftig ausgewählte Buchhandlungen in Deutschland und Österreich.
  • Die beiden ersten der auf insgesamt dreizehn Bände angelegten vollständigen Neuübersetzung der Quaestiones disputatae des hl. Thomas erscheinen. Unter der Leitung von Rolf Schönberger, Professor am Philosophischen Institut der Universität Regensburg, werden die einzelnen Bände der Ausgabe von einer Gruppe von Fachgelehrten je selbständig übersetzt und durch ein kommentierendes Nachwort erschlossen.
  • Das Predigtwerk des Cusanus bietet den reichhaltigsten und exaktesten Einblick in die Gesamtentwicklung seiner Theologie und Philosophie. Mit den Indizes zum zweiten Band (vol XVII/0) liegt die Gesamtausgabe der "Sermones", die 1970 begonnen worden war, vollständig vor.
  • Nach zwei Jahrzehnten in äußerlich gleicher Gestalt erscheinen künftig alle neuen Bände der Philosophischen Bibliothek nach Entwürfen des "Büro für Gestaltung QART" mit renoviertem Umschlag-Layout und in deutlich anderem Grün. Den Anfang macht die Neuauflage von Kants "Kritik der reinen Vernunft".
  • Drei ganz neu erarbeitete Textausgaben bereichern die "Philosophische Bibliothek": Averroes "Entscheidende Abhandlung über das Verhältnis von Gesetz und Philosophie", die Neuübersetzung von Descartes "Meditationen" und die "Schriften zur Philosophie der symbolischen Formen" von Ernst Cassirer.
  • Eines der ersten Foren für die erstarkende medien- und kulturwissenschaftliche Forschung ist die neue Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung (ZMK), die auf eine fächerübergreifende Diskussion einer Theorie der Kulturtechniken sowie medienphilosophischer Problemstellungen zielt. Das erste Heft hat das Schwerpunktthema Angst.
  • Mit Erscheinen des Registerbandes (incl. CD-ROM mit dem gesamten Textbestand) findet die - vor zwölf Jahren vom Verlag initiierte - 26-bändige Ausgabe der Werke von Ernst Cassirer ihren Abschluss.
2010
  • Mit dem "Lehrgedicht über den mittleren Weg" von Nagarjuna (2./3. Jhdt.) erscheint erstmals ein buddhistischer Text in der Philosophischen Bibliothek. Thema: Was Leiden überhaupt bedeutet und worin das Ziel des Heilsweges Buddhas überhaupt bestehen kann.
  • Im Rahmen der Cassirer-Nachlass-Ausgabe (cf. 1995) erscheint ein Band mit Erstveröffentlichungen von Vorlesungen und Vorträgen aus den Jahren 1907 bis 1945. Damit liegen jetzt 10 der insgesamt geplanten 18 Bände der Edition vor.
  • Nach 50 Bänden "Archiv für Begriffsgeschichte" legt der Jubiläums-Sonderband „Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts“ Zeugnis davon ab, wie sehr das vergangene Jahrhundert von Begriffen geprägt wurde und wie diese in die Gegenwart fortwirken.
  • Als wichtigstes geisteswissenschaftliches Sachbuch des Herbstes bezeichnet die Berliner Zeitung die von Hans-Jörg Sandkühler herausgegebene neue „Enzyklopädie Philosophie" (3 Bände mit 3.152 Seiten), ein Gemeinschaftswerk von rd. 350 Autorinnen und Autoren. Die Liste der behandelten Stichwörter ist um 50% gegenüber der vorangegangenen Auflage gewachsen (cf. 1999).
  • Gut achtzig Jahre nach ihrem Start erscheint der die historisch-kritische Akademie-Ausgabe "Nicolai de Cusa Opera Omnia" abschließende Band mit den "Scripta Mathematica" (vol. XX). Mit dem für 2011 zu erwartenden Faszikel "Opuscula Bohemica" (vol. XV/2) wird die Edition nach den steten und gemeinsamen Bemühungen dreier Forscher- und Verleger-Generationen komplett sein.
2011
  • Mit Ankündigung der "Chronik der philosophischen Werke von der Erfindung des Buchdrucks bis ins 20. Jahrhundert"; des dreibändigen Werkes zur Philosophie der Antike "Den Anfang denken" von Alfons Reckermann; der ebenfalls dreibändigen Quellensammlung zum Verhältnis von Philosophie, Naturwissenschaft, Religion und Weltanschauung im 19. Jahrhundert; neuer Textausgaben von Aristoteles, Bergson, Descartes, Marx, Nelson, Reichenbach und Reinhold und weiteren Neuerscheinungen, wie z.B. einem voluminösen Band der Gesamtedition des bedeutendsten Prokloskommentars aus dem Mittelalter von Berthold von Moosburg (Corpus philosophorum teutonicorum medii aevi 6,5), einer Ausgabe der Fragmente aus dem Nachlaß von Paul Ricoeur "Lebendig bis in den Tod" und dem streitbaren Essay von Reinhard Brandt "Wozu noch Universitäten?" starten wir ins Jubiläumsjahr. - Das vollständige Programm können Sie der Vorschau des Frühjahrs bzw. des Herbstes entnehmen, jeweils versehen mit einen Editorial von Manfred Meiner.
  • Am 1. April reisen MitarbeiterInnen, Familienangehörige und Freunde des Verlages für ein Jubiläums-Wochenende an den Gründungsort Leipzig. Auf dem Programm stehen u.a. Besuche im alten graphischen Viertel, bei der Deutschen Nationalbibliothek und der Universitätsbibliothek, dem Grassi-Museum, der Museum der bildenden Künste und dem Gewandhaus.
  • Aus Anlass des Jubiläums erhält die Universitätsbibliothek Leipzig Akten und Archivalien des Verlages aus der Zeit zwischen dem Totalverlust Ende 1943 und dem Todesjahr von Felix Meiner 1965. Wissenschafts- und buchhandelsgeschichtlich interessant erscheinen die Archiv-Bestände z.B. zur Zensurpraxis in der SBZ, zur Entwicklung des Programms nach Kriegsende und im Anschluss an die Übersiedlung nach Hamburg, zur Kooperation mit Verlagen im In- und Ausland, zur Projektadministration, zu den Förderpraktiken der DFG etc. pp.
  • Mit einer Zusammenschau zum Stand der Akademieausgabe "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke" und der Ankündigung neuer Textausgaben von Aristoteles, Cassirer, Kant, Krochmal, Mill, William of Sherwood und Theophrast, weiteren Bänden in der "Blauen Reihe", in der Bruno-, Jacobi- und der Thomas-Ausgabe sowie Monographien und Sammelbänden u.a. zu Hegel, Kant und Rorty gehen wir in die zweite Hälfte des Jubiläumsjahres.
  • Einer der bedeutendsten Texte der Philosophie der Neuzeit erscheint in einer gänzlich neu erstellten Übersetzung: die von Christian Wohlers besorgte zweisprachige Ausgabe von René Descartes' "Discours de la Méthode" bietet neben dem französisch-deutsch präsentierten Text mit der frühen Traumerzählung Olympica und dem späten Brief an Picot wichtige Zeugnisse der Selbsterläuterung Descartes' und dokumentiert so die Stadien seines Denkens.
  • Vor 50 Jahren wurden die "Hegel-Studien" gegründet. Ziel war, der internationalen Hegel-Forschung einen Raum zu bieten und die verschiedenen Richtungen, die sich um Hegel bemühen, miteinander ins Gespräch zu bringen. Im Jubiläumsjahr erscheint Band 45.
  • Alfons Reckermanns in drei Bänden in der Philosophischen Bibliothek erscheinendes Werk "Den Anfang denken" macht es möglich, anhand thematisch aufeinander bezogener, vom Autor erläuterter Originaltexte, den Weg nachzuverfolgen, den die großen Philosophen der Antike mit dem Ziel gegangen sind, das menschliche Denken und Handeln am Anfang aller Dinge zu orientieren.
  • Die wichtigsten Texte von Hans Reichenbach (1891-1953), Mitbegründer des Logischen Empirismus und der modernen Wissenschaftstheorie, gibt Nikolay Milkov unter dem Titel "Ziele und Wege der heutigen Naturphilosophie" für die Philosophische Bibliothek heraus.
  • 1931 erstmals bei Felix Meiner in Leipzig verlegt, erscheint Schweitzers intellektuelle und ganz persönlich gehaltene Autobiographie „Aus meinem Leben und Denken“, das bislang auflagenstärkste Buch des Verlages, als Jubiläumsausgabe zur Buchmesse. In Auszügen beigegeben sind Teile aus dem umfangreichen, bislang unveröffentlichtem Briefwechsel zwischen Autor und Verleger.
  • John Stuart Mill, der wohl prominenteste englische Denker des 19. Jahrhunderts, ist jetzt auch mit seiner Autobiographie in der "Philosophischen Bibliothek" präsent. Brillant geschrieben, schildert er seine tiefe Abneigung gegen alle Art von Bevormundung und gegen die Unterdrückung der Frauen und plädiert für eine Synthese von Utilitarismus und Liberalismus mit sozialem Gewissen.
  • Zum Jahresende erscheinen zwei weitere Bände der Akademie-Ausgabe der Werke Hegels: der die Edition der Rechtsphilosophie abschließende Band mit dem Anhang (GW 14,3) und der zweite Teilband der Vorlesungen über die Philosophie des subjektiven Geistes (GW 25,2); beides staunenswerte Ergebnisse langjähriger editorischer Arbeit.
  • Kleine Schriften von Friedrich Heinrich Jacobi aus den Jahren 1787-1817 entschlüsselt Band 5,2 der Jacobi Werke-Ausgabe. Er enthält den editorischen Bericht und den Kommentar zu den bereits in Band 5,1 veröffentlichten 17 Texten zu besonderen Lebenssituationen oder philosophischen Problemlagen aus seiner zweiten Lebenshälfte.
2012
1920    1930    1940
1950    1960    1970
1980    1990    2000